Manche Partien dauern 60 Minuten. Andere brauchen zwei Termine, dreieinhalb Wochen und einen Urlaub. Das Nachholspiel vom Nachholspiel des 4. Spieltags zwischen Bouleromantik 3000 und der Bande aus Boulerbü gehört eindeutig zur zweiten Kategorie. Am 4. September teilten sich die Teams im Brühlodrom zunächst noch paritätisch die Punkte: 13:8 für Boulerbü, 13:9 für Bouleromantik. Dann machten Dunkelheit und nahender Regen Schluss – la belle musste warten.


Am 28. September war es schließlich so weit: schönstes Spätsommerwetter, gleiche Formation, neues Spiel. Und Boulerbü, nach zwei Niederlagen bereits kurz davor, den Kopf in den Kies zu stecken und die Kugeln auf dem Flohmarkt gegen zwei Triangeln einzutauschen, spielte plötzlich wie ausgewechselt. Anna legte stabil vor und beschäftigte die Romantiker damit zuverlässig, Lars nutzte die ungewohnte Freiheit im Rücken für den einen oder anderen tollkühnen Schuss.

Sebastian und Micha hielten mit starken Legekugeln und astreinen Treffern dagegen, fanden gegen das diesmal erstaunlich souveräne Boulerbü aber kein Mittel. 13:2 – die erste gewonnene Partie der Saison für Anna und Lars.

Doch auch Bouleromantik 3000 durfte sich freuen: Erstmals in dieser Saison ging kein Spiel zu null verloren.

Unterm Strich also zwei Premieren, keine Verlierenden und zwei sehr entspannte Abende im Brühlodrom. Die Triangeln müssen warten.